Tierquälerei Unbekannter erschlägt Ziege mit Besen

Die tote Ziege Luca. Foto: privat

Im Themarer Gnadenhof ist ein Zieglein getötet worden. Fußspuren und ein liegengelassener Besen lassen die Mitglieder des Vereins erahnen, was passiert sein muss.

Themar - Die kleine Babyziege Luca liegt am Dienstagmorgen tot im Gehege. Ein Vereinsmitglied des Gnadenhofs in Themar, zu dem das Tiergehege gehört, macht die traurige Entdeckung: „Alle Tiere standen in Trauer um ihn und auch bei uns sind Tränen geflossen“, berichtet Frank Becher. Es war ein Verbrechen von Menschenhand, da sind sich die Vereinsmitglieder sicher. Sie finden nicht nur Fußspuren im Schnee, die zeigen, dass der Täter über den Zaun auf das Gelände kam, auch einen Gegenstand finden sie, der nicht an seinem Platz ist: einen stabilen Besen. Man könne „erahnen, was das arme Tier erleben musste“, meint Frank Becher.

Der Kopf des Tieres ist total verdreht, das Genick des kleinen Luca gebrochen, beschreibt Gnadenhof-Vorsitzender Sandro Adler später. Er selbst hat es geprüft, diese tödliche Verletzung sei eindeutig zu ertasten. Wie Genickbruch bei einer Ziege diagnostiziert wird, hat ihm erst vor acht Wochen ein Tierarzt gezeigt. Dieser hatte nämlich damals schon einmal dieselbe Diagnose auf dem Gnadenhof, wo sich Ehrenamtliche um alte, schlecht oder nicht artgerecht gehaltene oder verstoßene Tiere kümmern, gestellt. Auch damals war jemand dort eingedrungen und hatte eine Ziege getötet. Ihr Name: Noah.

Er habe damals schon „Anzeige gegen unbekannt“ erstattet bei der Polizei. Wegen Tierquälerei, sagt Sandro Adler. Man hätte auch Sachbeschädigung nehmen können, sagt er, denn Tiere seien vor dem Gesetz leider noch immer Gegenstände. Aus Erfahrung weiß er, dass solche Anzeigen kaum Chance auf Erfolg haben. Deshalb bittet das Gnadenhof-Team Zeitungsleser um Hilfe: Wer Hinweise zu der Straftat geben kann, melde sich bitte bei der Hildburghäuser Polizei unter ((0 36 85) 77 80 oder bei Sandro Adler unter ((01 51) 28 10 66 12. hk

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