Tierpark Suhl Das tierisch schönste Fest des Jahres

Die Bewohner des Tierparks haben am Sonntag nicht schlecht über den Besucheransturm gestaunt. Das gilt auch für Lieselotte und Hilde, die beiden Riesenkaninchen, die an diesem Tag ihre Namen erhalten haben.

Ach wenn es doch immer so schöne Tage gäbe, wie den zurückliegenden Sonntag. Der Suhler Tierpark hatte wieder einmal zu seinem alljährlichen Fest eingeladen und sehr viele Besucher angelockt. Diese haben ein bunt gemixtes Programm geboten bekommen, das für Langeweile keinen Platz ließ.

Vor allem die Tierbabys hatten es den Gästen angetan. Schlechte Karten hatte Neugierige bei den Elchen. Sie hatten sich in den kühlenden Schatten zurückgezogen und waren nicht zu sehen. Dafür gehörte Erdmännchen-Gucken schon fast zum Pflichtprogramm. Eben weil dort der Mini-Nachwuchs versuchte, es den Großen beim Ausguck nachzumachen. Kein Wunder, dass sich vor allem Kinder die Nase an den Scheiben platt drückten. Und dass sie sich später, am Stand der Kuschelwerkstatt von Barbara Amhof, ein eigenes Plüsch-Erdmännchen stopfen wollten. „Die waren aber schon kurz nach dem Mittag vergriffen“, freut sich die Steinacherin über den Ansturm.

Ausverkauft, so hieß es auch für die einhundert Tüten mit Tierfutter. Ganz bewusst hatte der Tierpark nicht mehr Portionen vorbereitet. Schließlich bekommt zu viel des Guten selbst den Vierbeiner nicht.

Schlangestehen hieß es wie immer beim Kinderschminken. „Die meisten Kinder wollen sich in Einhörner, Meerjungfrauen oder Drachen verwandeln“, weiß Sabrina Müller, die gekonnt Pinselstrich um Pinselstrich auf den kleinen Gesichtern platzierte. Vier Minuten und so ein Kunstwerk ist fertig. Auch Sophie Schieck aus Geschwenda hatte sich verzaubern lassen. Sie war in der Woche zuvor als Ferienkind bei ihrer Oma und durfte nun zum Abschluss mit Mama Susanne den Tierpark besuchen.

„Wunderbar. Klein aber fein“, so beurteilte Nico Ahne aus Weimar das Fest. Seine Mutter wohnt in Zella-Mehlis. Da war der Besuch im Tierpark schon fest eingeplant. Gemeinsam mit Töchterchen Mina auf dem Arm, tanzte der Papa vor der Bühne zur Musik der Galaxy Band.

Uralt, im wahrsten Sinne des Wortes, waren die Fossilien, die Ronald Legler mitgebracht hatte. Die ältesten sind Korallen, die sage und schreibe 420 Millionen Jahre zählen. „Die Leute gucken aber lieber nach den Kristallen“, erklärte er.

Einen Kristall gab es bei Schnellzeichner Jörg Steinhof aus Gera leider nicht. Dafür aber ein Doppel-Porträt für Benjamin Gilke und Julia Klass aus Suhl. „Wir sind extra wegen ihm hierher gefahren. Letztes Jahr waren wir schon mal da, sind aber nicht dran gekommen“, sagt die junge Frau. Diesmal hat es nun endlich geklappt. Das kleine Kunstwerk soll später gerahmt und daheim aufgehängt werden.

Ein Erlebnis, das für immer im Kopf haften bleibt, hatte Pepe Schneider aus Ilmenau. Er durfte zu Zauberer Jarimo auf die Bühne kommen. Was er dort als Zauberlehrling gelernt hat, wird ihm aber in wenigen Tagen, wenn er in die Schule kommt, nur wenig nützen.

Spannung bis zum späten Nachmittag gab es für zwei Riesenkaninchen. Sie hatten bis dahin noch keine Namen. Genau diese wurden gesucht – und zwar sollten die Besucher ihre Vorschläge einreichen. Am Bühnenrand war eigens dafür eine Box aufgestellt worden. Tierparkchefin Andrea Bache konnte das Geheimnis schließlich lüften. Die beiden Langohren heißen ab sofort Lieselotte und Hilde. Zu verdanken haben die beiden Kaninchen-Damen ihre Namen der Bergwacht Goldlauter.

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