Seltener und älter werden die Thüringer, das wissen Statistiker seit Langem und haben es jetzt wieder genau aufgeschrieben: In wenigen Jahren werden wir weniger als zwei Millionen sein. Etliche Landstriche im Süden des Freistaats verlieren in den nächsten Jahrzehnten noch einmal ein Fünftel ihrer schon arg geschrumpften Einwohnerschaft. Das Durchschnittsalter liegt vielerorts schon jetzt über 50 Jahren. Jünger und stabiler ist die Bevölkerung dort, wo es Hochschulen gibt (wegen der Studenten), in katholischen Gegenden (dort gibt es mehr Kinder) und in den wenigen Thüringer Städten mit nennenswerter in- und ausländischer Zuwanderung wie Erfurt oder Jena.