Thüringer Wald Maibäume jetzt bis zum Rennsteig

In Suhls höchstgelegenen Ortsteile Schmiedefeld am Rennsteig und Vesser sind Maibäume mit Festen aufgestellt worden. Aber wo bleibt der Brauch der Maien für unverheiratete Frauen?

In Vesser hat die Jugendfeuerwehr den Kranz bereit gestellt. Foto: frankphoto.de

Die Maibäume sprießen auch in Suhls höchstgelegenen Ortsteilen im Thüringer Wald. In Vesser (628 Meter über dem Meer) hat unser Fotograf René Hellmich, Thomas Krannich und rechts Michael Weiss bei den Vorbereitungen abgepasst. Die Feuerwehrjugend hatte den Kranz für den Maibaum gebunden, bevor er schließlich aufgerichtet wurde. Das dazugehörende Fest hat der Feuerwehrverein ausgerichtet.

Nach der Werbung weiterlesen

Der Maibaum wird zum Schmiedefelder Brauplatz getragen. Foto: frankphoto.de

In Schmiedefeld am Rennsteig (700 Meter über dem Meer) ist der Antransport des Maibaums mit Krone zu sehen. Auf dem Brauplatz steht er nun. Die Kindertanzgruppe SV Rennsteig und der Kirmesverein Schmiedefeld haben für Stimmung gesorgt.

Der spezielle Brauch des Maibaums mit dem damit verbundenen Dorf- oder Stadtfest, das in der Regel am 30. April, am 1. Mai oder an Pfingsten stattfindet, ist in vielen Teilen Mittel- und Nordeuropas verbreitet, in Skandinavien jedoch eher zu Mittsommer.

Daneben gibt es auch den Brauch, dass die jungen, unverheirateten Männer eines Dorfes vor den Häusern aller unverheirateten Frauen kleinere Maibäume, sogenannte Maien, als „Gunstbeweis“ aufstellen.

In einigen Teilen Deutschlands, zum Beispiel in Franken, ist es üblich, dass männliche Jugendliche und junge Männer am Haus der Freundin oder Angebeteten einen Baum anbringen. Üblich sind vor allem mit buntem Krepp-Papier geschmückte Birken, wobei die Farbe der Bänder ursprünglich eine Bedeutung hatte.