Auf dem Laufband, einem von mehreren obligatorischen Athletik- und Fitnesstests und Leistungsüberprüfungen hielt sich Hannes Orlamünder noch zurück. Musste er sich zurückhalten, zu sehr hatte ihn die Sommergrippe – nicht etwa der Männerschnupfen – zu diesem Zeitpunkt noch im Griff. Wochen zuvor war der 26-Jährige, der mit Doppelpartner Paul Gubitz im Februar sensationell erstmals Rennrodel-Weltmeister geworden war, noch im Bergmassiv an den Drei Zinnen unterwegs. „Nicht hinschauen, immer einen Schritt nach dem anderen machen – und nur nicht nach unten schauen“, so oder so ähnlich lauteten die aufmunternden Worte Orlamünders und Gubitz’ an den einen oder anderen der Nationalmannschaftsgruppe, die das Trainingslager mit Rennrodel-Bundestrainer Patric Leitner in Toblach absolvierten. Trotz fehlender Höhenangst holte sich zumindest Orlamünder einen „ordentlichen Sonnenbrand“.