Ziemlich mutig, wie die Südthüringer Industrie- und Handelskammer (IHK) seit einiger Zeit dafür wirbt, dass heimische Unternehmen die Chance ergreifen, die der Boom bei Militär und Aufrüstung bietet. In der Tat gibt ist dies einer unter mehreren Ansatzpunkten, um sich – vielleicht – aus der lähmenden Autozuliefererkrise zu befreien. Eine Wirtschaftslobby wie die IHK handelte fahrlässig, wenn sie die hunderten Milliarden Euro aus staatlichen Aufträgen rund ums Militär kommentarlos an Südthüringen vorbeifließen ließe. Jedoch gilt: Rüstungsgüter sind keine Produkte wie alle anderen. Es ist für viele Menschen unmittelbar mit Gewissensfragen verbunden, wenn sie sich an der Herstellung von Waffen beteiligen, wie gut begründet deren Vorhaltung und Einsatz auch sein mag.