Thüringer helfen Eine runde Sache für den guten Zweck

Vor 20 Jahren verlor der FC Bayern in der Nachspielzeit das Finale der Champions League gegen Manchester United. Nach 20 Jahren trafen sich beide Teams wieder. Für Südthüringen sprang ein Trikot der Legenden heraus. Es wird viel Gutes tun können - und wieder bei einem Fußballspiel auftauchen.

Das hatte sich Stefan Effenberg sicher anders vorgestellt. Dass die Niederlage von damals noch heute an ihm nagt, das war vor gut drei Wochen deutlich geworden, als der einstige Bayern- und Gladbach-Star Effenberg zu Besuch bei seinem neuen Arbeitgeber, der VR Bank Bad Salzungen/Schmalkalden, in Südthüringen war.

Ein Ball und ein Trikot: Steigern Sie mit

Beim Termin in Schmalkalden hat Stefan Effenberg einen Fußball signiert. Gemeinsam wollen die VR Bank Bad Salzungen/Schmalkalden und "Freies Wort hilft - Miteinander Füreinander", der Hilfsverein dieser Zeitung, diesen Ball für einen guten Zweck versteigern. Schicken Sie uns Ihr Gebot. Das eingenommene Geld kommt dem Hilfsverein zugute. Aktuell liegt das höchste Gebot für den Ball bei 100 Euro.

Außerdem hat Stefan Effenberg noch ein besonderes Trikot aus Manchester mitgebracht. Am 26. Mai trafen in Old Trafford die Legenden von Manchester United und Bayern München aufeinander, um 20 Jahre nach dem irren Champions-League-Finale zwischen beiden Teams im Jahr 1999 eine Neuauflage dieses Klassikers zu spielen. Effenberg hat bei dieser Gelegenheit bei all seinen Kollegen von damals Unterschriften auf einem Trikot gesammelt. Und auch dieses Trikot können Sie ersteigern.

Schicken Sie Ihre Gebote mit den Stichworten "Ball " oder "Trikot "
per E-Mail an:

leserpost@insuedthueringen.de

Versteigerungsschluss ist Samstag, der 29. Juni. An diesem Tag gibt es während des "Olympia-Kick"-Benefizspiels unserer Zeitung um 16 Uhr in Vacha/Werra die letzte Gelegenheit, für die beiden Artikel zu bieten . Der Höchstbietende gewinnt.

Einen Ball hatte er schon unterschrieben, den die Bank und unsere Zeitung gemeinsam zugunsten von "Freies Wort hilft - Miteinander Füreinander" versteigern wollen. Doch der 50-Jährige wollte noch einen drauflegen. "Herr Effenberg möchte noch ein T-Shirt organisieren", hatte Bank-Sprecher Mike Helios eingeleitet, und zum einzigen Mal war Effenberg an diesem Abend ungehalten geworden. Natürlich meinte er es nicht ganz ernst. "Kein T-Shirt - ein Trikot!", hatte Effenberg berichtigt.

Inzwischen ist das Trikot signiert. Nicht nur von "Effe", sondern von weiteren wahren Fußball-Legenden. Am 26. Mai hatten sich die alten Stars des FC Bayern von 1999 mit denjenigen von Manchester United im legendären Stadion "Old Trafford" getroffen. Um eine Neuauflage jenes denkwürdigen Spiels von vor 20 Jahren auszutragen.

Am 26. Mai 1999 hatten sich Bayern und United im Finale der Champions League gegenübergestanden. Bei Ablauf der regulären Spielzeit sahen die Bayern um Effenberg wie der sichere Sieger aus. Sie führten 1:0. Unvergessen die Bilder von Mario Basler, der schon mit Kappe und T-Shirt mit der Aufschrift "Champions-League-Sieger 1999" an der Außenlinie stand. "Für 75 Sekunden waren wir es ja auch", hatte Effenberg in Schmalkalden mit ordentlich Wehmut in der Stimme gesagt.

Doch in der Nachspielzeit passierte das Unglaubliche: Liverpool glich aus und ging dann sogar in Führung. Teddy Sheringham (90+1) egalisierte die Bayern-Führung von Mario Basler (6.), ehe Ole Gunnar Solskjær (90+3) die Engländer auf den Thron Europas setzte.

Heute ist Solskjær der Manchester-Trainer. Die beiden Torschützen für United liefen auch beim Legendenspiel am Sonntag wieder im Old Trafford auf - für einen wohltätigen Zweck. Immerhin: Effenberg konnte den Europapokal damals dann ein Jahr später in die Höhe stemmen.

Über das Ergebnis der Neuauflage des Spiels würden Bayern-Fans wohl lieber den Mantel des Schweigens hüllen. Die Deutschen gingen nämlich unter. Dieses Mal nicht erst in der Nachspielzeit.

Doch Effenberg kam mit dem versprochenen Trikot aus Manchester zurück. Darauf die Unterschriften von Fußball-Stars wie Stefan Effenberg selbst, von Lothar Matthäus und David Beckham . Auch Ole Gunnar Solskjær darf nicht fehlen.

Ein sattes 0:5 kassierten die Münchner Vereinslegenden gegen die Ikonen aus England. Ausgerechnet Solskjær, der den Bayern 1999 den fast schon sicher geglaubten Champions-League-Pokal aus den Händen riss, eröffnete das Torfestival (4.). Die weiteren Torschützen für Manchester United waren Dwight Yorke, Nicky Butt, Louis Saha und David Beckham. Vereins-Ikonen wie Lothar Matthäus, Stefan Effenberg, Sammy Kuffour, Giovane Elber und Roy Makaay liefen auf Seiten der Münchner auf. Für die Red Devils gaben sich neben den Torschützen von 1999 Peter Schmeichel, Gary Neville, David Beckham und Paul Scholes die Ehre.

Das Trikot und der Ball sind dabei, wenn am 29. Juni ab 16 Uhr in Vacha an der Werra Stars ganz anderer Art auflaufen: Beim "Olympia-Kick" zwischen dem örtlichen Fußballklub und einer Auswahl von Thüringer Wintersport-Assen. Das Benefiz-Fußball-Spiel von "Freies Wort hilft" ist zugleich die letzte Gelegenheit, die beiden Effenberg-Artikel zu ergattern. Anders als einst in "Old Trafford" stehen die Match-Sieger von vorneherein fest: Es sind die Menschen in Not, für die der Erlös von Spiel, Ball und Trikot vorgesehen ist.

 

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