Die Zahl der ausländischen Bewerber um einen Ausbildungsplatz ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Wie die Regionaldirektion für Arbeit am Dienstag in Halle berichtet, bewarben sich im Jahr 2014 rund 200 junge Menschen mit ausländischem Pass in Thüringen um einen Ausbildungsplatz. Im Jahr 2024 hatte sich die Zahl bereits vervierfacht und war auf rund 800 gestiegen. Aus den am häufigsten in Deutschland vertretenen Asylherkunftsländern Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien kamen nach Angaben der Regionaldirektion knapp 400 Bewerber, aus der Ukraine waren es rund 100. Über einen Realschulabschluss verfügten im September vorigen Jahres 39 Prozent der ausländischen Bewerber, 29 Prozent konnten einen Hauptschulabschluss vorweisen und 23 Prozent die Hochschulreife. Neun Prozent verfügten demnach über keinen Schulabschluss.