Erfurt/Köln - Es ist fast vier Jahre her, dass eine Anfrage der AfD-Landtagsabgeordneten Corinna Herold für einen kleinen Aufschrei im Thüringer Landesparlament sorgte. Damals wollte sie von der Landesregierung unter anderem wissen: "Wie viele Homosexuelle, Bi- und Transsexuelle, Transgender und intergeschlechtliche Menschen leben in Thüringen (bitte nach einzelnen Gruppen aufschlüsseln) und wie viel Prozent der Bevölkerung Thüringens entspricht dies jeweils?" Genau so steht es in der Frage Nummer drei der Kleinen Anfrage Nummer 492, die die Zahnärztin damals eingereicht hatte, datiert auf den 1. September 2015. Gemeinhin war das als Aufforderung an die Landesregierung verstanden worden, im Freistaat zählen zu lassen, wie viele Menschen nicht den dominierenden Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität entsprechen.