Ilmenau - Pauline Heinze hat das Quieksen hinter sich, das Aufnahmeritual des Internats der Ilmenauer Goethe-Schule. Jeder, der in die obere Etage des schlossartigen Hauses einzieht, wird von den Bewohnern getauft. "Gequiekst" eben, sagt Pauline und zuckt mit den Schultern. Im Oktober war es für sie soweit. Wenige Wochen nach ihrem Einzug wurde sie verkleidet und musste die Spielchen mitspielen, die sich die Zehntklässler für sie ausgedacht hatten. Harmlose Späße, "man wird halt auf den Arm genommen", sagt die Schülerin und grinst.