Thüringen Werner und Holter bleiben beim Impfangebot für Kinder

Ein Pflaster klebt auf dem Oberarm nach einer Impfung. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild/dpa

Erfurt (dpa/th) - Kinder ab zwölf Jahren sollen sich in Thüringen auch ohne generelle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gegen das Corona-Virus impfen lassen können. Das bekräftigten Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner und Bildungsminister Helmut Holter (beide Linke) am Donnerstag.

Zuvor hatte die Stiko entschieden, Kindern nicht generell, sondern nur bei bestimmten Vorerkrankungen eine Corona-Impfung zu empfehlen.

Nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und der Risikoakzeptanz von Kindern, Jugendlichen oder ihren Eltern sei eine Impfung aber auch bei gesunden jungen Leuten möglich, heißt es im jüngsten Bulletin des Robert Koch-Instituts, das am Donnerstag erschien.

Werner sagte, dass es nachvollziehbar sei, dass die Stiko vorsichtig agiere. "Das heißt aber nicht, dass Kinder und Jugendliche generell keine Corona-Schutzimpfung erhalten sollten. Die Entscheidung bedeutet vielmehr, dass die momentane Datenlage noch nicht ausreichend ist, um die Impfung standardmäßig allen Kindern und Jugendlichen zu empfehlen", sagte Werner.

Die Landesregierung halte daran fest, allen Kindern und Jugendlichen im Sommer ein Impfangebot zu machen. Dafür werde es Ende Juni in den Impfstellen ein "Familienimpfwochenende" speziell für impfwillige Kinder, Jugendliche und ihre Eltern reserviert.

Bildungsminister Holter erklärte, die Stiko-Empfehlung sollte nicht so interpretiert werden, dass alle Kinder ohne Vorerkrankungen keine Impfung erhalten sollten.

© dpa-infocom, dpa:210610-99-942253/3

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