Werner: Infektionsschutz auch nach Ende der Notlage nötig

Heike Werner (Die Linke), Ministerin für Gesundheit in Thüringen, sitzt im Landtag. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/dpa

Auch nach einem möglichen Ende der Corona-Notlage in Deutschland sieht Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) Bedarf an Infektionsschutzmaßnahmen. Ein formales Ende der epidemischen Lage sei nicht mit einem Ende der Pandemie gleichzusetzen, erklärte die Ministerin am Dienstag in Erfurt.

Die epidemische Lage von nationaler Tragweite endet Ende November, falls der neugewählte Bundestag sie nicht verlängert.

Werner machte darauf aufmerksam, dass Thüringen derzeit wieder deutlich steigende Infektionszahlen verzeichne. Um einen starken Anstieg der Krankheitslast zu vermeiden, seien auch in Zukunft Infektionsschutzmaßnahmen notwendig, so die Ministerin. Zwar habe sich die Lage dank der Impfungen deutlich verbessert, sie sei aber noch nicht gut. Deshalb müssten gesetzliche Regelungen "dieser Situation Rechnung tragen und sollten bestenfalls bundeseinheitlich umgesetzt werden", sagte Werner.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in Thüringen am Dienstag bei 147,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Das ist weiter die höchste Sieben-Tage-Inzidenz unter allen Bundesländern.

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