Seinen vier Jahre alten Volvo will Lutz Hasse noch länger fahren. Viel länger, wenn es nach dem Mann geht, der Thüringens Landesdatenschutzbeauftragter ist und nach eigenen Angaben nie Neuwagen kauft. Sein Auto habe schon viel Schnickschnack und könne ihn deshalb bereits jetzt bis zu einem gewissen Grad ausspionieren. Doch es sei eben noch keines dieser Autos, die völlig mit der digitalen Welt verbundenen sind, ein sogenanntes connected car. Autos, die für Datenschützer wie Hasse Horrormaschinen sind. Umso mehr, weil sie fürchten, dass sich der Trend zu immer mehr Datenspeichern in Autos nicht aufhalten lassen wird. Wenn Hasse also in zehn oder zwölf Jahren einen neuen Volvo braucht, dann muss er wohl ein derart verbundenes Auto kaufen - außer, er steigt auf ein Fahrrad um.