Thüringen Vermisste 46-jährige Klinikchefin wird tot im Wald gefunden

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern nach Angaben der Polizei noch an. Foto: Symbolbild/Picture alliance/Patrick Seeger/dpa/

Die Leiche einer Frau ist am Sonntagvormittag in einem Waldstück in der Nähe ihres Wohnhauses gefunden worden. Traurige Gewissheit: Es handelt sich dabei um die 46 Jahre alte Geschäftsführerin der Thüringen-Kliniken in Saalfeld. Manuela F. wurde seit Tagen vermisst und aufwendig gesucht.

Saalfeld - Es gebe zunächst keine Hinweise auf eine Straftat, sagte ein Polizeisprecher. Zu den genauen Todesumständen ermittele jetzt die Kripo Saalfeld.

Suchkräfte der Polizei fanden die Leiche schließlich in der Nähe des Wohnhauses der Vermissten. Manuela F. war auf medizinische Hilfe angewiesen. Ihr Mann hatte am Donnerstag die Vermisstenmeldung aufgegeben.

Seither war intensiv nach der Frau gesucht worden, die gemeinsam mit einem Chefarzt seit Januar dieses Jahres die Geschicke der Thüringen-Kliniken - des mit rund 2000 Beschäftigten größten Arbeitgebers der Region - leitete. Suchhunde wurden angefordert, noch am Abend kam der Polizeihubschrauber zum Einsatz. Am Freitag wurde die Bevölkerung öffentlich um Mithilfe gebeten. Insgesamt zehn Suchhunde aus der Region wurden angefordert, wie die Ostthüringer Zeitung berichtete. Ein Zug der Bereitschaftspolizei habe das Siechenbachtal abgesucht, in der Klinik seien Dachboden und Keller auf den Kopf gestellt worden auf der Suche nach der Frau einer schulpflichtigen Tochter, die sich seit zehn Tagen im Krankenstand befand. Keine Spur. Auch am verregneten Sonnabend waren Suchtrupps unterwegs, wurden Hinweise und Videos ausgewertet. Am Sonntag dann die traurige Gewissheit. Die 46-Jährige ist tot. Laut Polizei soll eine Obduktion genaueren Aufschluss über die genaue Todesursache geben.

Hunderte drücken seither in den sozialen Netzwerken ihr Mitgefühl aus und wünschten der Familie Kraft in dieser schweren Zeit. In den Thüringen-Kliniken mit Standorten in Saalfeld, Rudolstadt und Pößneck soll ab Montag ein Kondolenzbuch ausliegen. Sie galt dort laut OTZ als ausgesprochen umgänglich und beliebt. red/dpa

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