Thüringen "Unglaublich befreiend": Theater startet in neue Saison

Rudolstadt (dpa/th) - Mit einem großen Theaterfest ist das Theater Rudolstadt in die neue Spielzeit gestartet. "Es ist unglaublich befreiend, dass Theater jetzt wieder aus dem Vollen schöpfen kann", sagte Theatersprecherin Friederike Lüdde am Sonntag.

Rudolstadt (dpa/th) - Mit einem großen Theaterfest ist das Theater Rudolstadt in die neue Spielzeit gestartet. "Es ist unglaublich befreiend, dass Theater jetzt wieder aus dem Vollen schöpfen kann", sagte Theatersprecherin Friederike Lüdde am Sonntag. Rund 1000 Menschen seien am Samstag zum Platz vor dem Theater gekommen, um Musik und Schauspiel zu genießen. Darunter seien auch viele Familien mit Kindern gewesen. "Die Leute waren dankbar und froh, dass es wieder ein Programm gab", sagte Lüdde. Am Abend feierte das Songdrama "Ewig jung" Premiere im Theater im Stadthaus.

Für die kommende Spielzeit bleibt das Theater weiter vorsichtig. Man plane mit einer halben Auslastung von 130 Menschen unter Umsetzung der 3G-Regeln, sagte Lüdde. Der Vorverkauf für die Vorstellungen starte immer erst im jeweiligen Vormonat, um bei einem erneuten Lockdown nicht zu viele Rückgaben bearbeiten zu müssen. Gerade sei noch eine gewisse Zurückhaltung zu spüren. "Die Leute merken normalerweise erst mit dem Theaterfest, dass es wieder losgeht."

Bei den Bauarbeiten am Haupthaus gibt es indes neue Entwicklungen. Der Zuschauerbereich des alten Gebäudes werde nun doch komplett abgerissen, sagte Lüdde. Zuvor hatte es einen Planerwechsel gegeben. Nun habe man erkannt, dass eine Sanierung, die zuvor auf dem Tisch gelegen habe, angesichts der alten Bausubstanz viel aufwendiger gewesen wäre. Auch ökologisch und künstlerisch gesehen sei ein Neubau nachhaltiger.

Die Renovierungen am Theater zum Hochwasserschutz ziehen sich noch bis mindestens 2023. Eigentlich war 2019/20 geplant gewesen, wegen Corona und dem Planerwechsel gab es aber Verzögerungen. Die Kosten stiegen auch wegen der hohen Preise für Baustoffe um drei Millionen Euro auf 17 Millionen Euro.

© dpa-infocom, dpa:210919-99-275406/3

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