Erfurt - Die Szene vermittelt eine gewisse Vertrautheit. Sie ist eine jahrtausendalte Tradition. Doch in der modernen Welt ist sie umstrittener denn je: Die Beschneidung. Es ist ein feierlicher Tag für die jüdische Gemeinde, die Beschneidung eines Neugeborenen. Auf dem Tisch liegen Desinfektionsmittel und Verbandszeug bereit. Der Mohel im weißen Kittel, der Fachmann für diesen Eingriff, streicht dem Säugling über die Wange. Auf seinem Gesicht liegt ein freudiger, zufriedener Ausdruck. Es ist wohl so etwas wie Stolz. Drumherum verfolgen die Gemeindemitglieder bewegt die Zeremonie.