Berlin/Erfurt - Die Quelle für die EHEC-Darminfektionen in Deutschland ist identifiziert. Bei der Überprüfung der Lieferwege seien mit dem Erreger verunreinigte Sprossen als Auslöser für die schweren Erkrankungen ausfindig gemacht worden, sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI), Reinhard Burger, am Freitag in Berlin. Damit entfällt die Warnung vor Tomaten, Gurken und Blattsalaten. Ein Nachweis des gefährlichen Erregertyps O104 in einem niedersächsischen Herstellerbetrieb ist allerdings noch nicht gelungen.

Die Gemüseanbaubetriebe in Thüringen haben mit Erleichterung auf die Rücknahme der Verzehrwarnungen wegen des Darmkeims EHEC reagiert. «Wir waren von Anfang an überzeugt, dass das Gemüse in Thüringen sicher ist», sagte der Geschäftsführer des Landesverbandes Gartenbau, Joachim Lissner, am Freitag. Trotzdem sei der Absatz von Blattsalat, Gurken und Tomaten aus Thüringen nahezu komplett eingebrochen. Auch Thüringens Gesundheitsministerin Heike Taubert (SPD) zeigte sich erleichtert.