Erfurt/Suhl - Das Schmallenberg-Virus wird nun auch für Thüringer Schafzüchter zum Problem. Neben dem Kyffhäuserkreis sind nun auch Schafhaltungen im Unstrut-Hainich-Kreis und in Jena mit jeweils einem erkrankten Tier von der für Huftiere gefährlichen Krankheit betroffen. Das bestätigte am Freitag das Thüringer Sozialministerium auf Anfrage. Elf Verdachtsfälle werden derzeit noch untersucht, darunter auch ein Kälbchen.

Vor zwei Wochen hatte das Ministerium die Tierhalter aufgefordert, auf Fehl- und Frühgeburten sowie Missbildungen besonders zu achten und etwaige Vorfälle zu melden. Das trägt jetzt Früchte. "Die Tierhalter sind sensibilisiert", sagt Referatsleiter Michael Elschner. Auf diese Weise will man einen Überblick über die Situation im Freistaat erhalten. Noch gibt es keine offizielle Anzeigepflicht für die Seuche. Man tut aber schon mal so als ob: "Wir versuchen bereits im Vorgriff auf die Meldepflicht entsprechend zu arbeiten", so der Fachmann.