«Wir suchen das Gespräch mit dem Bürgermeister, der Dienstherr der örtlichen Feuerwehr ist», sagte ein Sprecher des Feuerwehrverbandes am Mittwoch auf Anfrage in Erfurt. Zudem werde es Hilfsangebote geben, wie man sich rechtsextremen Tendenzen entgegenstellen könne. Der Verband habe dafür ein kleines Team, das dabei Unterstützung geben könne.

Besonders besorgniserregend sei, dass ein Jugendwart, der die örtliche Jugendfeuerwehr betreue, zu der Chatgruppe gehörten soll, sagte der Verbandssprecher. Derzeit werde untersucht, ob er seine Ausbildung in der Thüringer Feuerwehr erhalten habe und sie ihm aberkannt werden könne. «Sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, kann er keinen Nachwuchs mehr betreuen», sagte der Verbandssprecher.

Der Kampf gegen rechtsextreme Tendenzen sei in der Thüringer Feuerwehr Bestandteil der täglichen Arbeit sowie des Trainings von Führungskräften, so der Sprecher. «Wir sind, wie andere Organisationen auch, ein Spiegel der Gesellschaft.»

Das Innenministerium hatte am Dienstag seit Mai laufende Ermittlungen der Polizei gegen einige Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Lobenstein bestätigt. Es habe auch Durchsuchungen gegeben. Sie ständen im Verdacht, eine rechtsextreme Chatgruppe gebildet zu haben. Der Vorgang sei inzwischen an die Staatsanwaltschaft Gera übergeben worden. dpa