Erfurt - Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) hat Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund aufgefordert, „unverzüglich zurückzutreten“. In einem offenen Brief begründete Andreas Schiene, Landeschef der Forstgewerkschaft, das mit Aussagen Siegesmunds zur Arbeit des Forstes. Bei einem Landesparteitag der Grünen im März hatte die Ministerin laut einem MDR-Bericht von „Baumkahlschlags-Lobby“ und „Raubbau“ gesprochen.
Laut Landeschef Schiene forderte der BDF Siegesmund zunächst auf, die Äußerungen richtig zu stellen und sich zu entschuldigen. „Hiervon ist nichts geschehen“, heißt es in dem offenen Brief. „Noch nie“ habe „ein Regierungsmitglied solche Diffamierungen und Vorwürfe gegenüber den Beschäftigten von sich gegeben“, schreibt der Landeschef. Siegesmund habe „einen ganzen Berufszweig geschmäht und alle Beschäftigten der Thüringer Forstverwaltung vorsätzlich in Misskredit gebracht“.
Hintergrund der Siegesmund-Äußerung sind Forderungen der Grünen, Wald künftig nicht mehr forstwirtschaftlich zu nutzen. Fünf Prozent der rund 500 000 Hektar Gesamt-Waldfläche in Thüringen sollen so zum Urwald werden. Unter anderem fordern die Grünen, ein großflächiges Gebiet im Bereich Wartburg-Inselsberg aus der Nutzung zu nehmen. Der aktuelle Streit entzündete sich am Possenwald bei Sondershausen. Die Grünen wollen 2500 Hektar dieses Waldgebietes nicht mehr nutzen. Das Forstministerium lehnt das ab. Man müsse sich nicht zwingend einigen, hatte unlängst Forst-Staatssekretär Klaus Sühl (Linke) gesagt.
Zu den Rücktrittsforderungen der Forst-Gewerkschaft wollte sich die Umweltministerin nicht äußern. Auf Nachfrage sagte ein Sprecher ihres Ministeriums, man gebe „keinen Kommentar“ ab.
Auch die landeseigene Forstanstalt, deren 1500 Mitarbeiter sich um die rund 200 000 Hektar Staatswald kümmern, hatte scharfe Kritik an Siegesmund geübt. In einem Brief der beiden Vorstandschefs an die Umweltministerin hieß es, dass sie Begriffe wie „Raubbau“ und „Kahlschlag“ gegen den Forst verwende, empfinde man „als unerhört und beleidigend“. Die Kollegen hätten eine sehr gefährliche Arbeit, ernährten ihre Familien ehrlich und wirkten mit ihrer Arbeit dem Klimawandel entgegen. „Ihre abwertenden Äußerungen treffen persönlich und beruflich“, schrieben die beiden Vorstände.
Auf Nachfrage sagte ein Sprecher von Thüringen-Forst, die Ministerin habe auf den Brief nicht schriftlich geantwortet. Allerdings habe sie mit Vorstand Volker Gebhardt telefoniert. Mit dem Telefonat habe Siegesmund das „zurechtgerückt, so dass das Missverständnis beiseite geräumt worden ist“.
Forstgewerkschafter Schiene sagte, es reiche nicht, „ein nettes Gespräch mit dem Vorstand“ zu führen. Da Siegesmund ihre Kritik öffentlich geäußert habe, sei es das Mindeste, dass sie sich dafür entschuldige. Er habe sehr viele Reaktionen von Forstleuten bekommen mit dem Tenor: „Wir reißen uns jeden Tag den Arsch auf für die Forstanstalt.“ Nach den Äußerungen der Umweltministerin sei die Motivation der Mitarbeiter weg.
Laut Landeschef Schiene forderte der BDF Siegesmund zunächst auf, die Äußerungen richtig zu stellen und sich zu entschuldigen. „Hiervon ist nichts geschehen“, heißt es in dem offenen Brief. „Noch nie“ habe „ein Regierungsmitglied solche Diffamierungen und Vorwürfe gegenüber den Beschäftigten von sich gegeben“, schreibt der Landeschef. Siegesmund habe „einen ganzen Berufszweig geschmäht und alle Beschäftigten der Thüringer Forstverwaltung vorsätzlich in Misskredit gebracht“.
Hintergrund der Siegesmund-Äußerung sind Forderungen der Grünen, Wald künftig nicht mehr forstwirtschaftlich zu nutzen. Fünf Prozent der rund 500 000 Hektar Gesamt-Waldfläche in Thüringen sollen so zum Urwald werden. Unter anderem fordern die Grünen, ein großflächiges Gebiet im Bereich Wartburg-Inselsberg aus der Nutzung zu nehmen. Der aktuelle Streit entzündete sich am Possenwald bei Sondershausen. Die Grünen wollen 2500 Hektar dieses Waldgebietes nicht mehr nutzen. Das Forstministerium lehnt das ab. Man müsse sich nicht zwingend einigen, hatte unlängst Forst-Staatssekretär Klaus Sühl (Linke) gesagt.
Zu den Rücktrittsforderungen der Forst-Gewerkschaft wollte sich die Umweltministerin nicht äußern. Auf Nachfrage sagte ein Sprecher ihres Ministeriums, man gebe „keinen Kommentar“ ab.
Auch die landeseigene Forstanstalt, deren 1500 Mitarbeiter sich um die rund 200 000 Hektar Staatswald kümmern, hatte scharfe Kritik an Siegesmund geübt. In einem Brief der beiden Vorstandschefs an die Umweltministerin hieß es, dass sie Begriffe wie „Raubbau“ und „Kahlschlag“ gegen den Forst verwende, empfinde man „als unerhört und beleidigend“. Die Kollegen hätten eine sehr gefährliche Arbeit, ernährten ihre Familien ehrlich und wirkten mit ihrer Arbeit dem Klimawandel entgegen. „Ihre abwertenden Äußerungen treffen persönlich und beruflich“, schrieben die beiden Vorstände.
Auf Nachfrage sagte ein Sprecher von Thüringen-Forst, die Ministerin habe auf den Brief nicht schriftlich geantwortet. Allerdings habe sie mit Vorstand Volker Gebhardt telefoniert. Mit dem Telefonat habe Siegesmund das „zurechtgerückt, so dass das Missverständnis beiseite geräumt worden ist“.
Forstgewerkschafter Schiene sagte, es reiche nicht, „ein nettes Gespräch mit dem Vorstand“ zu führen. Da Siegesmund ihre Kritik öffentlich geäußert habe, sei es das Mindeste, dass sie sich dafür entschuldige. Er habe sehr viele Reaktionen von Forstleuten bekommen mit dem Tenor: „Wir reißen uns jeden Tag den Arsch auf für die Forstanstalt.“ Nach den Äußerungen der Umweltministerin sei die Motivation der Mitarbeiter weg.