Thüringen Prozess um Attacke auf Journalisten wegen Corona verschoben

Das Behördenschild am Justizzentrum Mühlhausen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/dpa

Mühlhausen (dpa/th) - Der Prozessstart um eine Attacke auf Journalisten im Zusammenhang mit ihren Recherchen zur rechtsextremen Partei NPD ist coronabedingt verschoben worden. Mit Blick auf die hohen Infektionszahlen im Unstrut-Hainich-Kreis, das große Interesse der Presse und der Größe des Verhandlungssaals könne derzeit kein ausreichender Gesundheitsschutz für alle Seiten gewährleistet werden, teilte das Landgericht Mühlhausen am Mittwoch mit.

Mühlhausen (dpa/th) - Der Prozessstart um eine Attacke auf Journalisten im Zusammenhang mit ihren Recherchen zur rechtsextremen Partei NPD ist coronabedingt verschoben worden. Mit Blick auf die hohen Infektionszahlen im Unstrut-Hainich-Kreis, das große Interesse der Presse und der Größe des Verhandlungssaals könne derzeit kein ausreichender Gesundheitsschutz für alle Seiten gewährleistet werden, teilte das Landgericht Mühlhausen am Mittwoch mit. Daher werde der Prozessbeginn vom 26. Januar auf den 2. März verschoben.

Angeklagt sind zwei zum Tatzeitpunkt 18 und 24 Jahre alte Männer. Beschuldigt sind sie des schweren Raubs und der gefährlichen Körperverletzung. Ende April 2018 sollen sie zwei Journalisten angegriffen haben, die zu Recherchezwecken Fotos vor dem Haus des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der NPD in Fretterode im Eichsfeld gefertigt hatten. Sie sollen das Auto der Journalisten verfolgt und zum Anhalten gebracht haben. Einen der Journalisten sollen sie mit Gegenständen geschlagen haben. Dem Beifahrer soll einer der Männer mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen und daraufhin einen Fotoapparat samt Teleobjektiv aus dem Auto gestohlen haben.

 

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