Ex-Ministerpräsident und Linke-Politiker Bodo Ramelow hatte der AfD vorgeworfen, Erfurt als Veranstaltungsort zu wählen, sei eine Verneigung vor Rechtsaußen Höcke. Üblicherweise veranstalte eine Partei ihren Bundesparteitag mit Polit-Prominenz in einem Bundesland mit einer Landtagswahl - nicht so die AfD, sagte Ramelow. Die Thüringer AfD wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.
Auch der Termin des Parteitages hatte bereits Kontroversen ausgelöst, weil am 4. Juli vor genau 100 Jahren die NSDAP ihren zweiten Reichsparteitag in Thüringen abhielt und die Hitlerjugend an dem Tag gegründet wurde. Die AfD hatte Parallelen zurückgewiesen.
4. Die Lage
In Thüringen schauen Sicherheitsbehörden und verantwortliche Politiker teils mit Anspannung auf das Wochenende. Erfurt ist aus vielen größeren Städten sehr gut per Bahn oder Auto erreichbar - von Berlin dauert eine Fahrt mit dem ICE weniger als zwei, von Leipzig aus weniger als eine Stunde. Eine Fahrt von Frankfurt oder München dauert nur knapp zweieinhalb Stunden. Demonstranten könnten also aus mehreren Bundesländern anreisen.
5. So können sich Bürgerinnen und Bürger informieren
Langguth kündigte einen Whatsapp-Kanal der Stadt an, über den Informationen fließen sollen. "Wir werden dann in absehbarer Zeit ein Bürgertelefon schalten", so Langguth. Wer vorher schon Fragen hat, könne sich an info.verwaltungsstab@erfurt.de mit einer E-Mail wenden.