Thüringen Polizei ermittelt gegen Hooligans - Festnahme in Gotha

Zwei männliche Hände sind in Polizeihandschellen gefesselt (Symbolfoto). Foto: picture alliance / dpa/Archivbild

Saalfeld/Gotha - Ein mutmaßlich gewalttätiger Fußballfan ist von der Polizei in Gotha festgenommen worden. Er sitzt inzwischen in einem Thüringer Gefängnis.

Wie die ermittelnde Saalfelder Kriminalpolizei am Freitag mitteilte, seien nach mehreren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Fußballfans aus den Bereich Saalfeld, Rudolstadt, Bad Blankenburg und Gotha einige Tatverdächtige identifiziert worden. Bereits im Oktober 2019 und April 2020 habe es erste Durchsuchungen und Festnahmen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen gegeben.

An den Gewaltexzessen sollen auch Mitglieder einer Fangruppierung des FC Rot-Weiß Erfurt beteiligt gewesen. Diese Gruppierung mit dem Namen "Jungsturm" wird von den Ermittlern der Hooliganszene des FC Rot-Weiß zurechnet. Die Mitglieder gelten für szenekundigen Beamte als Problemfans und sind zum Teil aktive Kampfsportler, heißt es. Diese Gruppierung werde von der Polizei als kriminelle Vereinigung eingestuft.

Drei Mitglieder der Gruppierung waren bereits am 28. April 2020 festgenommen worden und sitzen derzeit in Justizvollzugsanstalten ein.

Im Fortgang der Ermittlungen wurde durch das Landgericht Gera ein weiterer Haftbefehl gegen einen 21-Jährigen erlassen. Der Mann wurde am Mittwochmittag in Gotha durch Beamte der Landespolizeiinspektion Saalfeld festgenommen. Am Tag darauf verkündete der zuständige Richter am Landgericht Gera den Haftbefehl gegen den 21-Jährigen. Der Verdächtige wurde umgehend in ein Thüringer Gefängnis gebracht.

Der Festgenommene soll nach Angaben der Ermittler an verschiedenen Gewaltstraftaten beteiligt gewesen sein, bei denen mehrere Menschen teilweise schwer verletzt wurden. Unterdessen dauerten die Ermittlungen gegen den "Jungsturm" weiter an, heißt es. maz

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