Creuzburg – Mitten auf dem Hof der Creuzburg wartet Horst Wagner. Er wird 85. Ein Alter, das man ihm beileibe nicht ansieht. Der alte Herr erzählt eine Menge Episoden über die Geschichte der Veste. Schließlich kennt er jeden Winkel des historischen Gemäuers genau. Er hat mit vielen anderen Freiwilligen zu DDR-Zeiten oft genug auf der Burg gearbeitet – Samstag für Samstag, zehn Jahre lang. „Ohne uns gäbe es die Burg nicht mehr, sie wäre verfallen“, ist er überzeugt. Seit der Wende kümmert sich die Stadt Creuzburg nahe Eisenach um die Veste gleichen Namens. Nun aber droht sie zum Zankapfel zu werden – zwischen der Stadt und dem alten Besitzer.