Vor gut einem Jahr ging der Übertragungsnetzbetreiber 50 Hertz Transmission GmbH in die Offensive. In die Charme-Offensive. Plötzlich suchte das Berliner Unternehmen, das das ostdeutsche Höchstspannungsnetz betreibt und die umstrittene Stromtrasse durch den Thüringer Wald bauen will, das Gespräch mit den Gegnern des Projekts. Seitdem reisen Vertreter des Unternehmens landauf landab, um für ihr Großprojekt zu werben, versuchen Vorbehalte in der Bevölkerung abzubauen. Das gelingt mehr oder weniger gut, wie auch die Diskussion am Mittwochabend in Schalkau gezeigt hat. Hier treibt das Unternehmen gerade die Planungen für den dritten Bauabschnitt der Leitung von Altenfeld im Ilm-Kreis bis zur bayerischen Landesgrenze voran. Und trifft dort auf ähnlichen Widerstand wie schon beim zweiten Planungsabschnitt. An dem wird inzwischen zwischen Vieselbach bei Erfurt und Altenfeld gebaut. Obwohl die Trassengegner um die Landräten des Ilm-Kreises, Petra Enders (Linke), vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen das Projekt klagen.