Suhl/Darmstadt - Der im Retrodesign geplante Elektroroller E-Schwalbe aus Suhl hat eine ungewisse Zukunft. Der Darmstädter Energieanbieter Entega, der sich 2011 am Produzenten Elektrofahrzeugwerke (Efw) Suhl GmbH beteiligt hatte, will seine 48-Prozent-Beteiligung innerhalb der nächsten Wochen verkaufen. Dies teilte der Entega-Mutterkonzern, die HSE AG, Teil des Darmstädter Stadtkonzerns, vergangene Woche mit. Dem symbolischen Preis von einem Euro stehe laut HSE ein erheblicher Liquiditätsbedarf bei der Efw gegenüber.

Die Markteinführung des E-Rollers, der zwischen 4700 Euro und 5800 Euro kosten soll, war vom Suhler Unternehmen bereits mehrfach verschoben worden. Zuletzt hatte Efw-Geschäftsführer den Jahresbeginn 2013 als Termin für den Verkaufsstart genannt. Ob dieser Termin zu halten ist steht nach dem Rückzug von Entega allerdings in den Sternen. Es gebe weiteren Entwicklungsbedarf, erklärte HSE-Vorstand Michael Böddeker im Haupt- und Finanzausschuss des Darmstädter Stadtparlaments. "Die Markteinführung wird auch nicht im Januar 2013 erfolgen." Um das Projekt weiter voranzutreiben, müsste die Entega weitere 2,6 Millionen Euro investieren. Dazu ist das Unternehmen allerdings nicht bereit.