Erhöhtes Sicherheitsgefühl Nach tödlicher Gewalttat: CDU fordert Videoüberwachung

Ein Hinweisschild mit einer Kamera steht auf einem Fußweg. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild/dpa

Nach dem gewaltsamen Tod eines 28-Jährigen in Erfurt hat die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag eine Videoüberwachung gefordert.

Erfurt -  "Der jüngste Vorfall auf dem Erfurter Anger zeigt: Die Videoüberwachung von besonders gefährlichen Orten und die Einführung von messerfreien Zonen müssen dringend auf die sicherheitspolitische Agenda im Freistaat", sagte der innenpolitische Sprecher Raymond Walk am Mittwoch in Erfurt. Walk kündigte an, seine Fraktion werde den Angriff zum Thema in der nächsten Sitzung des Innenausschusses machen.

Der 28-Jährige, der bei einer körperlichen Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten am Dienstagabend auf dem Anger, der zentralen Fußgängerzone der Landeshauptstadt, schwer verletzt wurde, war kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Der Mann habe sich noch etwa 130 Meter bis zu einem Parkhaus geschleppt und sei dort zusammengebrochen, teilte die Polizei mit. Passanten hätten ihn aufgefunden. Der Mann erlitt mehrere Stichverletzungen. Nach den Tätern wird mit Hochdruck gefahndet. Die Ermittlungen der Polizei richten sich gegenwärtig gegen einen 35 Jahre alten Mann. Er befindet sich gegenwärtig auf der Flucht.

"Aus unserer Sicht ist es völlig unverständlich, dass sich Rot-Rot-Grün einem Ausbau der Videoüberwachung an Kriminalitäts-Hotspots im öffentlichen Raum genauso verweigert wie der Einführung von messerfreien Zonen", so Walk. Eine Videoüberwachung hätte mindestens zur schnelleren Ermittlung der Täter und Festnahmen führen können. Entsprechende Anträge zur Videoüberwachung hatte die CDU-Fraktion nach eigenen Angaben schon mehrfach in den Landtag eingebracht, zuletzt im September 2020.

Auch der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion im Erfurter Stadtrat, Michael Hose, forderte eine Videoüberwachung. "Eine Videoüberwachung wird nach einer solchen Bluttat für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl sorgen", sagte er. Der Anger dürfe kein Angst-Ort werden.

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