Die wenigen Menschen, die im Freistaat als islamistische Gefährder gelten, stünden unter verschärfter Beobachtung, sagte Innenminister Holger Poppenhäger (SPD) am Dienstag in Erfurt.
Polizei und Verfassungsschutz tauschten sich wegen der Anschläge zudem intensiv mit dem Bundeskriminalamt sowie dem Bundesamt für Verfassungsschutz aus.
Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) äußerte sich via Twitter bestürzt über die Anschläge: «Wer das veranlasst, durchführt, rechtfertig, duldet - es ist Mord! Ich trauere um die Getöteten und fühle mit den Angehörigen!»
Die konkrete Sicherheitslage in Thüringen habe sich infolge der Anschläge zwar nicht verändert, betonte Poppenhäger. Allerdings sei die Lage in Brüssel «sehr dynamisch», so dass nicht auszuschließen sei, dass sich diese Einschätzung noch ändere. Er rief die Thüringer zu erhöhter Wachsamkeit auf. Wer etwas Verdächtiges beobachte, solle dies nicht für sich behalten, sondern der Polizei mitteilen. dpa