Tarifabschluss Mehr Geld für 11.000 Beschäftigte im Kfz-Handwerk

Ein Auszubildender im KFZ-Handwerk schneidet mit einer Flex einen alten Auspuff auf. Foto: Felix Kästle/dpa/dpa

Für die Beschäftigten im Thüringer Kfz-Handwerk steigen ab Februar 2022 die Löhne und Gehälter.

Erfurt - Arbeitgeber und Gewerkschaft IG Metall haben sich auf einen Tarifabschluss geeinigt, der einen Zuwachs von 2,2 Prozent vorsieht, wie die IG Metall am Dienstag mitteilte. Zudem wird ihnen im August eine Corona-Beihilfe von 500 Euro ausgezahlt, für Auszubildende beträgt sie 220 Euro. Die Azubi-Vergütung erhöht sich in zwei Schritten bis Februar um 60 Euro. Der Abschluss war am Montag mit der Tarifgemeinschaft Mitteldeutschland des Kfz-Handwerks vereinbart worden, die Betriebe in ganz Ostdeutschland vertritt. Er hat eine Laufzeit bis Ende März 2023.

In Thüringen profitieren rund 11.000 Beschäftigte davon, laut Landesverband des Kfz-Gewerbes überwiegend in größeren Autohäusern. Verbandsgeschäftsführer Dietmar Hoffmann sprach auf Anfrage von einem fairen Abschluss, "der die beiderseitigen Interessen wahrt" und auch im Hinblick auf die Fachkräftesituation wichtig sei. Der Verhandlungsführer der IG Metall Mitte, Josef Windpassinger, betonte vor allem die "überdurchschnittliche" Erhöhung der Ausbildungsvergütung. "Das fördert die Attraktivität des Handwerks und kann der Abwanderung von jungen Leuten entgegenwirken."

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