Proteste gegen solche Anlagen hätten in den vergangenen Jahren stetig abgenommen und spielten für den Netzausbau keine Rolle mehr, sagten Sprecher der Netzbetreiber Telekom und Vodafone übereinstimmend.
Vor dem Petitionsausschuss des Landtages hatte vor wenigen Tagen eine Bürgerinitiative aus Suhl ihren Protest gegen den Neubau eines Funkmastes unmittelbar neben einer Kirche vorgetragen. Dabei machten die Vertreter der Initiative vor allem denkmalschutzrechtliche Bedenken gegen den Bau der Anlage geltend. Bei der Anhörung war deutlich geworden, dass auch das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Bedenken gegen den Neubau der Anlage hat.
Ein Vodafone-Sprecher sagte, das Unternehmen betreibe im Freistaat etwa 1000 Mobilfunk-Basisstationen. Von diesen sei nur der geplante Mast in Suhl umstritten. Für den Platz neben der Kirche habe Vodafone mit der Kommune einen Ausweichstandort zu finden versucht, das sei aber nicht gelungen.
Nach Einschätzung der Sprecher von Telekom und Vodafone hat sich bei der überwiegenden Zahl der Thüringer die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine gut ausgebaute Mobilfunk-Infrastruktur ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist.
Ein Telekom-Sprecher sagte, die Selbstverpflichtung der Netzbetreiber aus dem Jahr 2001 sowie deren Fortschreibungen zielten darauf ab, die Ängste hinsichtlich der Strahlung, die von den Anlagen ausgehen, ernst zu nehmen. Die Deutsche Strahlenschutzkommission und das Bundesamt für Strahlenschutz überwachten die Einhaltung der Grenzwerte und beobachteten auch die Forschungen auf diesem Feld. dpa