Erfurt/Sonneberg - Allerdings greift Poppenhäger die Offenheit Bayerns für neue Ländergrenzen in umgekehrter Richtung auf: Unter dem Motto „Thüringer und Franken sind ein Herz und eine Seele“ lädt er in einer am Freitag verbreiteten Mitteilung die Region Coburg ein, sich doch einfach dem Freistaat Thüringen anzuschließen.
Herrmann hatte am Donnerstag erklärt, Bayern sei bereit zu Verhandlungen über einem Übertritt der Kreise Sonneberg und Hildburghausen nach Bayern, sofern auch die thüringische Landesregierung interessiert sei. Interesse besteht nun, aber in einem anderen Sinne als von dem CSU-Politiker gewünscht.
So schreibt Poppenhäger: „Auch mir sind die langen Wege für die Menschen in der Region Coburg und die traditionell häufigen Missverständnisse zwischen Alt-Bayern und Franken seit langem bekannt.“ Folglich spreche eigentlich nichts dagegen, dass die Region Coburg im Zuge der Thüringer Gebietsreform mit den Kommunen der derzeitigen Landkreise Sonneberg und Hildburghausen eine gemeinsame und den neuen Herausforderungen der demografischen Entwicklung gewachsene Gebietskörperschaft bildet –„natürlich innerhalb des Freistaats Thüringen“.
Poppenhäger wies auch auf die räumliche Distanz zum bayerischen Regierungssitz München hin. Die Wege nach Norden seien hingegen für die Coburger seit der Fertigstellung der A 73 so kurz geworden, dass sie oft bayerische Feiertage nutzen, um ins aufblühende Erfurt einkaufen zu fahren.
„Warum sollte da nicht auch mal eine Abordnung der Coburger Politik in Erfurt vorbeischauen? Sie ist dazu herzlich eingeladen“, so der Minister. Um augenzwinkernd daran zu erinnern, „dass die Südgrenzen des Königreichs Thüringen einst bis zur Donau reichten“. er
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