Bei Infekten waren ihre Lymphknoten öfter angeschwollen. Schließlich soll Sylvia Welsch aus Meiningen im Februar 2000 die Mandeln herausgenommen bekommen. Sie ist schon bereit für die OP, als der Arzt ins Zimmer kommt und zu ihr sagt: "Wir können Sie nicht operieren, ihre Blutwerte stimmen nicht." Als dann eine Knochenmarksbiopsie gemacht wird, denkt die damals 37-Jährige "jetzt geht es ans Eingemachte".
Dann die Diagnose chronische Leukämie. "Da geht einem viel durch den Kopf und man überlegt, ob das vielleicht dein Todesstoß ist. Und wie du das nur der Familie beibringen sollst. Die Kinder brauchen dich doch noch, sie waren damals 16 und 19 Jahre alt", erinnert sich die Meiningerin. Zu Hause fällt es ihr anfangs schwer, über die neue Situation zu sprechen. Viele Ratschläge bekommt sie in dieser Zeit.