Erfurt Herrenloses Gepäckstück entdeckt: Hauptbahnhof gesperrt

Polizist in Uniform. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild/dpa

Nach dem Fund eines herrenlosen Trolleys ist der Hauptbahnhof in Erfurt komplett gesperrt worden.

Erfurt - Reisende, Mitarbeiter von Geschäften und andere Menschen, die sich im Bahnhof befanden, mussten das Gebäude verlassen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Montag. Ein Sprengstoffsuchhund habe bei dem an einem Bahngleis abgestellten Koffer, der bislang niemanden zugeordnet werden konnte, angezeigt.

Dass der Hund reagiert habe, bedeute allerdings nicht zwangsläufig, dass sich Sprengstoff in dem Trolley befinde, sagte der Sprecher. Das Tier könne etwa auch auf Feuerzeuge mit Benzin, Druckerpatronen oder auch Abriebspuren von Bremsen anspringen. "Es kann vielfältige Ursachen neben tatsächlichen Sprengstoff haben." Derzeit untersuchten Fachleute das Gepäckstück. "Man muss sich das fast wie medizinisches Röntgen vorstellen", sagte der Bundespolizeisprecher. Es gehe darum festzustellen, was der Koffer beinhalte. Ausgehend davon würden nächste Maßnahmen ergriffen.

Auch der Bereich um den Bahnhof sei gesperrt worden. Das wirke sich auf den Straßenbahn- und Busverkehr in der Stadt aus, die den Bahnhof nicht anfahren dürfen. Zudem seien auch Container vor dem Bahnhof, in denen Corona-Tests durchgeführt werden, vom Sperrbereich betroffen.

Auch die Deutsche Bahn teilte mit, dass der Erfurter Hauptbahnhof am Montagnachmittag wegen eines Polizeieinsatzes nicht angefahren werden könne. Der Fernverkehr sei beeinträchtigt, einzelne Züge fielen aus.

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