Umwelt Gülle oder Öl: 86 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen

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Gülle fließt von der Straße ins Erdreich - Symbolfoto Foto: dpa/Archiv

Erfurt (dpa/th) - Rund 837.400 Liter wassergefährdende Stoffe sind im vergangenen Jahr in Thüringen aufgrund von Unfällen freigesetzt worden. 

Erfurt - Zu den wassergefährdende Stoffen zählen etwa Altöl, Hydrauliköle und Benzin, aber auch Jauche, Gülle und Gärreste. Im Jahr 2020 seien 86 derartige Unfälle gemeldet worden, teilte das Thüringer Landesamt für Statistik (TLS) am Mittwoch basierend auf Angaben der zuständigen Behörden weiter mit. Das sind 17 weniger als im Jahr davor. Nur knapp die Hälfte der freigesetzten Stoffe (428.200 Liter) konnten vom Unfallort entfernt, wiederverwendet oder entsorgt werden.

57 der insgesamt 86 Unfälle ereigneten sich im Zuge der Beförderung. In 50 der Transport-Unfällen ging die Gefahr von Mineralölprodukten wie etwa Benzin, Diesel und Heizöl aus. Mehr als die Hälfte davon waren auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen.

Weitere 29 Unfälle ereigneten sich bei der Lagerung, dem Abfüllen oder dem Umschlagen, also im Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Gut die Hälfte aller beim Umgang und der Beförderung freigesetzten wassergefährdenden Substanzen kamen im Jahr 2020 aus der Rubrik "sonstige Stoffe", zu denen auch Jauche, Gülle oder Silage-Sickersaft zählen.

In die Erhebung gingen Verunreinigungen in Folge illegaler Entsorgung wassergefährdender Stoffe nicht ein.

 

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