Meiningen/Suhl - Ihre Hilfsbereitschaft ist einer Frau aus Meiningen am Freitag, den 13. Januar, zum Verhängnis geworden. Sie und ihr Mann hatten am Morgen kurz nach 7 Uhr gesehen, wie ein Wagen vor ihnen in die Leitplanke gekracht war und wollten helfen. Ihr Mann hatte ordnungsgemäß auf dem Standstreifen angehalten und den Notruf gewählt. Unterdessen war seine Frau ausgestiegen, um dem Unfallfahrer gegebenenfalls zu helfen.

Der 19-Jährige aus der Nähe von Meiningen, der laut Autobahnpolizei auf schneeglatter Fahrbahn zu schnell war, hatte sich bei der Karambolage mit der Leitplanke glücklicherweise nur leicht verletzt. Die Meiningerin kehrte zu ihrem Auto zurück. Währenddessen geriet ein 21-jähriger Mann aus der Nähe von Meiningen mit seinem Kleinbus ebenfalls ins Schleudern, fuhr in die Leitplanke und schleuderte weiter über die Fahrbahn. Sein Wagen erfasste just in dem Moment das Auto des helfenden Ehepaares, in dem die Frau wieder einsteigen wollte. Sie wurde dabei zwischen ihrem Wagen und der Leitplanke eingeklemmt und schwer verletzt. Im Rettungswagen musste sie in ein Krankenhaus gebracht werden.

Nach Auskunft der Autobahnpolizei war auch der 21-Jährige auf der schneeglatten Fahrbahn viel zu schnell unterwegs. Letztlich fuhren noch zwei weitere Autos auf. Insgesamt waren fünf Fahrzeuge in den Crash verwickelt. Vor Ort waren drei Rettungswagen sowie die Feuerwehren aus Meiningen und Schwarza. Der Verkehr wurde einspurig am Unfallort vorbei geführt.

Den Gesamtschaden beider Unfälle schätzt die Autobahnpolizei auf 57.000 Euro. cob