Hildburghauen - Das große J auf dem Nummernschild steht für Ernst Langerts Frau Jutta. Auf ihren Namen ist der Trabant schließlich zugelassen. Mitfahren aber darf sie nicht. "Im Auto ist kein Platz mehr", sagt der Bastelfreak aus Hellingen im Landkreis Hildburghausen. "Der Beifahrersitz gehört dem Sandmann." Der ist immer mit dabei, wenn Langert auf vier Rädern unterwegs ist. Den Trabant hat er zur fahrenden Spieluhr umgebaut. "Ein Sondermodell der Marke Spaßvogel." Damit tourt er von Fest zu Fest. Geld verdient er damit nicht - im Gegenteil. "Aber die Leute freuen sich, wenn ich mit dem Auto komme - und das macht einfach Spaß." Wenn Langerts Frau ihn begleiten möchte, muss sie also mit ihrem Pkw hinterherfahren. "Manchmal mache ich das auch und überrasche ihn", sagt sie. Sie muss sich dann nicht so viele Stunden ans Bein binden wie er und kann später losdüsen. Mit den ganzen Aufbauten fährt der 66-Jährige maximal nur 60 Stundenkilometer. Die Autobahnen meidet er ganz. "Ich fahre sowieso lieber übers Land", erzählt er. "Dann drehen sich die Leute um und winken mir zu."
Thüringen "Ein Kamerad für dick und dünn"
Von Birgitt Schunk 20.08.2016 - 00:00 Uhr