Erfurt - Birgit Keller redet und redet. Und es wird lauter und lauter im Saal. Es ist der erste große Auftritt der Linken als Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft bei einer Tagung der Thüringer Wohnungswirtschaft im Mai 2015 in Suhl. Keller findet freundliche Worte für die großen Wohnungsunternehmen des Landes, die diese Veranstaltung organisiert haben. Sie nennt das Recht zu Wohnen ein "existenzielles Grundrecht". Eigentlich ein Anlass also, bei dem die Zuhörer schon aus Höflichkeit schweigen und lächeln. Doch mit jedem Wort, das Keller spricht, verliert sie die Wohnungs-Menschen mehr.