Thüringen Die meisten Häftlinge in Thüringen sind Wiederholungstäter

dpa

Erfurt (dpa/th) - Fast 80 Prozent der Menschen in den Thüringer Gefängnissen sind Wiederholungstäter. Rund 900 der insgesamt 1180 Insassen, die sich Ende März in den Gefängnissen und Jugendstrafanstalten befanden, sind bereits vorbestraft gewesen, 97 sogar elf Mal oder häufiger, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Erfurt mitteilte.

Erfurt (dpa/th) - Fast 80 Prozent der Menschen in den Thüringer Gefängnissen sind Wiederholungstäter. Rund 900 der insgesamt 1180 Insassen, die sich Ende März in den Gefängnissen und Jugendstrafanstalten befanden, sind bereits vorbestraft gewesen, 97 sogar elf Mal oder häufiger, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Erfurt mitteilte. Der Anteil der Wiederholungstäter liegt seit 2015 mit minimalen Abweichungen bei rund 80 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr saßen sieben Strafgefangene weniger in den fünf Justizvollzugsanstalten, einschließlich Jugendstrafanstalt, ein. Damit blieb der Anteil nahezu auf dem Vorjahresniveau (minus 0,7 Prozent). Mit 155 Inhaftierten ging die Zahl der Insassen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten, allerdings um 16 Menschen (9,4 Prozent) zurück.

Am häufigsten waren die Menschen Ende März wegen Diebstahls und Unterschlagungen in Haft - insgesamt 234 der 1180 Gefangenen saßen deswegen ein; 212 wegen Körperverletzungen, 37 wegen Mordes.

Für fünf Häftlinge hatten die Richter eine Freiheitsstrafe von 10 bis 15 Jahren ausgesprochen. 33 werden laut Landesamt voraussichtlich bis an ihr Lebensende im Gefängnis bleiben müssen. 40 Menschen waren im offenen Strafvollzug.

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