Erfurt - Selbst für Juristen gibt es so etwas wie Widersprüche. Zum Beispiel ist es für "einen unvoreingenommenen Beobachter" - wichtige juristische Vokabel! - ein Widerspruch, wenn ein Hausjurist des Thüringer Innenministeriums zu der Einschätzung gelangt, das damals von Jörg Geibert und Bernd Rieder (beide CDU) geführte Ressort sei 2013 gar nicht für die Entscheidung darüber zuständig gewesen, ob Thüringens Landesdatenschutzbeauftragter Lutz Hasse in der Causa Immelborn Anspruch auf Hilfe durch die Polizei hatte - während Rieder der Auffassung ist: Natürlich durften wir das entscheiden! Rieder war damals Staatssekretär im Innenministerium. Geibert war Minister.
Thüringen Der Mann, den sie Teflon nennen könnten
Von Sebastian Haak 12.04.2016 - 00:00 Uhr