Dass der kleine Juri Alexejewitsch aus dem tiefsten Russland einmal Geschichte schreiben sollte, es war dem Bauernsohn wahrlich nicht in die Wiege gelegt. Ein fleißiger und zielstrebiger Schüler soll er gewesen sein, der 1934 im Flecken Kluschino bei Smolensk Geborene. Zur Armee ging er, wurde Pilot. Dann, es war am 7. März 1960, trafen andere eine Entscheidung, die nicht nur sein Leben, sondern die Sicht der ganzen Menschheit verändern sollte. An jenem Tag wurde Juri Alexejewitsch Gagarin ausgewählt, um als erster Mensch ins Weltall zu fliegen. Nachdem es der Sowjetunion bereits gelungen war, mit dem Sputnik den ersten künstlichen Erdtrabanten ins All zu befördern und mehrere Tests mit Hunden absolviert worden waren, sahen die Verantwortlichen in Moskau die Zeit gekommen, erstmals auch einen Menschen ins Weltall zu bringen. Als dieses risikoreiche Unterfangen am 12. April 1961 tatsächlich glückte, war der Sieg im Kampf um die Vorherrschaft im Weltall nicht nur ideologischer und technischer Natur – der Kosmonaut Juri Gagarin gab ihm auch ein unglaublich sympathisches menschliches Gesicht.
Thüringen Das Lächeln war echt, die Begeisterung ehrlich
Barbara Struller, Holger Schalling 18.10.2018 - 13:30 Uhr