Erfurt/Weimar - Was ist in den vergangenen Jahrzehnten nicht alles versucht worden, um denen, die es nicht erleben mussten, die Schrecken des Holocausts zu beschreiben. In Gedenkstätten, in Museen, in Büchern, in Filmen lebt der Schrecken der Gaskammern, der Todesmärsche und auch des Lageralltages fort. Indem dort aus Tagebüchern zitiert wird, in denen festgehalten ist, wie selbstverständlich Menschen, vor allem Juden, unter den Nationalsozialisten zuerst entrechtet und dann erschossen, erhängt oder industriell mit Zyklon B getötet wurden. Indem dort Zahnbürsten ausgestellt werden, deren Borsten kaum noch zu erkennen sind, weil sie sich in der Zeit im Lager so sehr abgenutzt hatten, weil es dort selbst an dem Nötigsten mangelte. Indem jene, die die Shoa überlebt haben, in Gesprächen berichtet haben, wie sie mit ansehen mussten, wie ihre engsten Verwandten und Freunde getötet wurden.
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Sebastian Haak 28.01.2020 - 07:26 Uhr