Thüringen Corona-Pandemie führt bisher nicht zu mehr Firmenpleiten

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Eurobanknoten liegen auf einem Tisch. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Illustration/dpa

Erfurt (dpa/th) - Die Corona-Einschränkungen sorgen dank Sonderregelungen und Wirtschaftshilfen bisher nicht für einen Anstieg der Firmenpleiten in Thüringen. Von Jahresbeginn bis Ende September seien 162 Insolvenzverfahren gegen Unternehmen geführt worden, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Erfurt mit.

Erfurt (dpa/th) - Die Corona-Einschränkungen sorgen dank Sonderregelungen und Wirtschaftshilfen bisher nicht für einen Anstieg der Firmenpleiten in Thüringen. Von Jahresbeginn bis Ende September seien 162 Insolvenzverfahren gegen Unternehmen geführt worden, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Erfurt mit. Im Vorjahreszeitraum seien es 178 Verfahren gewesen, vor der Pandemie 2019 insgesamt 174 Verfahren. Im Schnitt ging es bei den Insolvenzanträgen aus der Wirtschaft um unbezahlte Forderungen von einer Million Euro, ermittelten die Statistiker.

Für Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, war die Pflicht zum Insolvenzantrag bis zum 31. Januar ausgesetzt. Sie wurde mit einigen Einschränkungen bis Ende April verlängert.

Sondereffekte gab es auch bei Verbraucherinsolvenzen - wegen einer auf drei statt sechs Jahre verkürzten Zeit, um Restschulden abzutragen. Insgesamt meldeten in den neun Monaten fast 1300 Haushalte Verbraucherinsolvenz an. 2020 seien es in diesem Zeitraum nur 877 gewesen, so das Landesamt.

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