Hildburghausen - Vor zwei Jahren bereits hat die Biogasbranche Alarm geschlagen. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) war seinerzeit novelliert worden. Die Vergütung, die fortan für Strom aus Gülle, Mist, Silage und Feldfrüchten für neue Biogasanlagen gezahlt wurde, ging deutlich nach unten auf rund 15 Cent je Kilowattstunde. Vorher gab es fünf bis sieben Cent mehr. "Die Biogasproduktion sollte damit aufs Abstellgleis geschoben und somit ein Auslaufmodell werden, haben wir damals prophezeit", sagt Toralf Müller, der Chef des Agrarunternehmens Pfersdorf (Kreis Hilburghausen). "Und genau das ist auch passiert." Die Zahlen belegen das. Nach Angaben des Thüringer Landwirtschaftsministeriums gab es im Freistaat 2014 insgesamt 272 Biogasanlagen. 2015 kam nicht eine neue Anlage hinzu.