Die Jobcenter in Thüringen haben im Jahr 2024 deutlich mehr Bürgergeld-Empfängern die Leistungen gekürzt als im Jahr davor – und damit auch etwas härter gegenüber Menschen in der Grundsicherung, die Pflichtverletzungen begangen haben, durchgegriffen. Insgesamt seien im vergangenen Jahr etwa 9900 Leistungsminderungen ausgesprochen worden, teilte die Landesarbeitsagentur am Freitag in Halle mit. Das waren etwa 46 Prozent oder 3100 mehr derartige Sanktionen gegenüber Bürgergeldempfängern als 2023. Betroffen von den Kürzungen waren 4500 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, hieß es von der Arbeitsagentur. Das entspreche etwa 1000 Menschen mehr als im Vorjahr. „Die Zahl der Leistungsminderungen liegt damit über dem Niveau der vorangegangenen vier Jahre, aber weiterhin deutlich unter dem vor der Pandemie“, teilte die Landesarbeitsagentur mit. Im Jahr 2019 seien noch etwa 22 300 Leistungsminderungen ausgesprochen worden.