Thüringen Antidiskriminierungsstelle: Erste Beratung am Jahresende

Erfurt (dpa/th) - Der Aufbau der ersten unabhängigen Beratungsstelle für von Diskriminierung betroffene Menschen in Thüringen mit Sitz in Erfurt hat begonnen. "Vier Mitarbeitende konnten nun ihre Arbeit aufnehmen und mit dem Aufbau der Beratungsstelle beginnen", teilte Projektleiterin Madeleine Rau nach der Bewilligung der Mittel am Donnerstag in Erfurt mit.

Erfurt (dpa/th) - Der Aufbau der ersten unabhängigen Beratungsstelle für von Diskriminierung betroffene Menschen in Thüringen mit Sitz in Erfurt hat begonnen. "Vier Mitarbeitende konnten nun ihre Arbeit aufnehmen und mit dem Aufbau der Beratungsstelle beginnen", teilte Projektleiterin Madeleine Rau nach der Bewilligung der Mittel am Donnerstag in Erfurt mit. Man sei dabei, geeignete Büroräume in Erfurt zu mieten und sich zu vernetzen, um ein qualifiziertes Unterstützungsangebot vorzubereiten. Die ersten Beratungen sollen ab Ende des Jahres stattfinden.

Hassan Siami und Kübra Cig sollen in Zukunft Betroffene bei konkreten Schritten zur Einforderung des Rechts auf Gleichbehandlung begleiten und einen geschützten Raum zur Bearbeitung von Diskriminierungserfahrungen bieten.

Man habe bereits in den ersten Tagen mehrere Anfragen etwa für Kooperation und Sensibilisierung landesweit erhalten, sagte Rau. "Das zeigt noch einmal deutlich, wie sehr Selbstorganisationen und Beratungsstellen mit Diskriminierung als Querschnittsthema in ihrer täglichen Arbeit an Grenzen stoßen, weil es in Thüringen, anders als in der Mehrzahl der anderen Bundesländer, bislang keine spezialisierte Antidiskriminierungsberatungsstelle gab", so Rau.

"Wir hoffen, dass der Haushalt für 2022 zeitnah aufgestellt und beschlossen wird, um Menschen auch im kommenden Jahr unterstützen zu können", sagte Christina Büttner vom Thüringer Antidiskriminierungsnetzwerk Thadine. Das rund 30 Mitgliedsorganisationen starke Netzwerk fungiert als Trägerverein des neuen landesweiten Angebots. Eine langfristige Planungssicherheit sei beim Aufbau der Beratungsstelle wichtig. "Ratsuchende brauchen eine klare Perspektive darauf, dass unsere Angebote weiter Bestand haben."

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