Erfurt/Immelborn - Im wilden Aktenlager von Immelborn bei Bad Salzungen wird seit Montag aufgeräumt - offenbar unter der Anleitung eines Privatmannes, der die Verantwortung für die dort im Sommer 2013 gefundenen Akten mit teilweise hochsensiblem Inhalt übernommen hat. Wenn alles klappe wie geplant, würden die Hunderttausenden Akten innerhalb von sechs bis acht Wochen entweder vernichtet oder an diejenigen zurückgegeben, die sie nach den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen weiter aufbewahren müssten, sagte Thüringens Landesdatenschutzbeauftragter Lutz Hasse am Donnerstag in Erfurt.

Hasse hatte bisher immer davon gesprochen, in Immelborn lagerten in einem dem Verfall preisgegebenen Gebäude etwa 250 000 Akten. Inzwischen gehe er davon aus, dass es sich um mindestens 450 000 Akten handele, sagte er. Unter der Verantwortung des Privatmannes müssten etwa 600 bis 800 Tonnen Papier aus dem Haus geschafft werden.