Mühlhausen - Die vier Angeklagten in dem Prozess um die Scheinhinrichtung und schwere Misshandlung eines 22-Jährigen haben vor dem Landgericht Mühlhausen die Taten gestanden.
Die jungen Männer im Alter zwischen 18 und 22 Jahren gaben zum Prozessauftakt am Dienstag zu, im August vorigen Jahres den Bekannten in dessen Wohnung in Heiligenstadt entführt und in ein entlegenes Waldstück verschleppt zu haben. Dort hätten sie ihn mehrere hundert Meter weit in den Wald nach Thalwenden mit Schlägen und Tritten getrieben. Anschließend habe er sich bei vorgehaltener Schreckschusswaffe entkleiden und sein eigenes Grab schaufeln müssen. Das zweistündige Martyrium war per Handy gefilmt worden.
Thüringen Angeklagte gestehen Scheinhinrichtung und Misshandlung
Redaktion 08.02.2011 - 13:31 Uhr