Rund 15.000 Polizisten kontrollieren an 8600 Stellen in ganz Deutschland die Einhaltung der Tempolimits. Die Innenministerkonferenz hatte die bundesweite Aktion im Mai beschlossen. In Bayern soll das Blitzlichtgewitter gar eine ganze Woche anhalten.

Vorbild für diese Aktion sind die 24-Stunden-Tempokontrollen in Nordrhein-Westfalen. Beim bislang letzten, vierten Blitz-Marathon waren dort etwa 28.000 Autofahrer mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt worden. Und das, obwohl der Marathon groß und breit angekündigt worden war. "Wir wollen nicht still und heimlich hinterm Busch blitzen, sondern jeder soll sich an dem Tag mit dem Thema beschäftigen", erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger.

In Hamburg hatte die Polizei im Vorfeld der bundesweiten Aktion die Bürger dazu aufgerufen, die Stellen zu nennen, an denen geblitzt werden müsste. Gut 2.600 Vorschläge wurden gemacht.

Thüringens Inneminister Jörg Geibert will am Mittwoch über den Blitz-Marathon und die vorgesehenen Kontrollstellen in Thüringen informieren. Nach Angaben des Ministeriums sei eine der Hauptursachen des Verkehrsunfallgeschehens im Freistaat nach wie vor das Fahren mit überhöhter bzw. nicht angepasster Geschwindigkeit (35,8 Prozent im Jahr 2012). Im Jahr 2012 wurden in Thüringen 55.278 Verkehrsunfälle registriert, dabei wurden 126 Personen getötet, 1.993 Personen schwer verletzt und 6.561 Personen leicht verletzt. maz

Internet: (Neben den angegebenen Stellen kann es natürlich trotzdem noch an anderer Stelle blitzen.)

Geblitzt - und nun?

Wurde ein Fahrzeug geblitzt, wird das Foto von der zuständigen Bußgeldstelle ausgewertet. Wenn der Sachbearbeiter davon ausgeht, dass Halter und Fahrer übereinstimmen, bekommt der Halter einen schriftlichen Anhörungsbogen. Mit diesem Fragebogen kann man die Tempo-Überschreitung zugeben und dann auf den Bußgeldbescheid mit der Strafe warten.

Ist die Tempoüberschreitung im Bereich eines Verwarngeldes, wird dem Sünder eine entsprechende Zahlungsaufforderung zugeschickt. Diese Aufforderung gibt auch die Möglichkeit zum Widerspruch. Mit einem Widerspruch wird jedoch das Verwarngeld zu einem Bußgeldverfahren.