Die gefälschten Geldscheine seien vor allem in Suhl, dem Wartburgkreis und im Landkreis Schmalkalden-Meiningen aufgetaucht. Dort hatten die unbekannten Betrüger in Bäckereien, Lottogeschäften und bei Einzelhändlern Kleinigkeiten gekauft und mit den Blüten bezahlt.
Die Suhler Polizei mahnt, sich bei Euro-Geldscheinen die Zeit zu nehmen, diese etwas genauer in Augenschein zu nehmen. Sowohl beim Betrachten des Hologramms auf der Vorderseite der Geldscheine (Beim Kippen des Scheines müssen Wertzahl oder abgebildetes Bauwerk erscheinen.), als auch am optisch variablen Farbelement der Wertzahl auf der Rückseite des Geldscheines (wenn sich bei Änderung des Betrachtungswinkels die Farbe nicht ändert) ließen sich Fälschungen schnell erkennen.
Informationsmaterial zu den Sicherheitsmerkmalen bei Geldscheinen liegen kostenfrei in allen Banken und Sparkassen aus. Wer meint, dass ihm Falschgeld angedreht werde, sollte sofort die Polizei informieren und die gefälschte Banknote nicht zurückgeben. Hinweise zur Person und einem vom mutmaßlichen Betrüger genutzten Fahrzeug (Kennzeichen, Fahrzeugtyp) helfen der Polizei bei der Suche nach den Fälschern, so die Suhler Polizei.
Die Bundesbank hat im Jahr 2009 rund 52.500 falsche Euro-Banknoten registriert. Die Zahl der Fälschungen sei damit gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent gestiegen. Das Aufkommen liege aber weiterhin deutlich unter dem Spitzenwert von über 80.000 Fälschungen im Jahre 2004.
Der durch Falschgeld verursachte Schaden habe sich laut Bundesbank weiter verringert. Die Schadenssumme sank im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr von 3,5 auf 3,1 Millionen Euro.
Deutschland liegt mit rund sechs Fälschungen auf 10.000 Einwohner pro Jahr nach wie vor weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums, sagt Helmut Rittgen, Leiter des Zentralbereichs Bargeld bei der Deutschen Bundesbank. Der Schaden durch Falschgeld entwickelt sich erfreulicherweise rückläufig und hat den niedrigsten Stand nach dem Einführungsjahr der Euro-Banknoten erreicht. Der am häufigsten gefälschte Euro-Schein ist der 50 Euro-Schein. Fast jede zweite Fälschung ist ein Fünfziger. (maz)