Kurz nach Start 40.000 Thüringer haben neuen CovPass für Corona-Impfungen

Die CovPass-App soll eine Ergänzung zum gelben Impfheft sein. Foto: Christoph Dernbach/dpa Foto: dpa

Kurz nach dem Start des bundesweiten digitalen Corona-Impfnachweises haben sich in Thüringen bereits mehr als 40.000 Menschen den neuen CovPass mit einem QR-Code auf ihr Smartphone heruntergeladen.

Weimar/Erfurt (dpa/th) - Kurz nach dem Start des bundesweiten digitalen Corona-Impfnachweises haben sich in Thüringen bereits mehr als 40.000 Menschen den neuen CovPass mit einem QR-Code auf ihr Smartphone heruntergeladen. Der elektronische Pass sei zunächst nur für Menschen, die in den vier großen Impfzentren und den regionalen Impfstellen gegen Covid-19 gespritzt wurden, per Download erhältlich, teilte die Kassenärztliche Vereinigung am Freitag mit. Der CovPass löst den digitalen Thüringer Impfnachweis ab, der im Freistaat seit einem Monat getestet wurde.

Das Thüringer Zertifikat lässt sich laut KV allerdings nicht in den bundesweiten Pass oder die Corona-Warnapp des Robert Koch-Instituts importieren. Geimpfte, die bislang das Thüringer Zertifikat nutzen, müssen sich die bundesweit geltende Variante extra über das Thüringer Impfportal www.impfen-thueringen.de/impfbescheinigung/ herunterladen. Sie erhalten dann einen neuen QR-Code. Das nochmalige Herunterladen betrifft rund 180.000 Menschen, die den digitalen Thüringer Impfnachweis bisher genutzt haben. Bei diesem handle es sich um eine Brückentechnologie, so die KV. Hingegen gelten CoV-Pass und Corona-Warnapp als EU-weit anerkannte Zertifikate.

Eine nachträgliche Ausstellung des digitalen Impfpasses für bereits Geimpfte in den Impfzentren und Impfstellen ist in Thüringen allerdings nicht möglich, stellte die KV klar und relativierte damit anderslautende Ankündigungen des Bundesgesundheitsministeriums. Der Aufwand dafür sei von den Einrichtungen nicht zu bewältigen und würde die zeitlich eng getakteten Abläufe in den Zentren durcheinander bringen, sagte ein Sprecher.

In den Praxen niedergelassener Ärzte muss erst noch die Software angepasst werden, bevor auch dort der digitale Impfpass ausgestellt werden kann. Dies soll laut KV schrittweise geschehen. Noch bis Ende Juni laufe eine entsprechende Ausschreibung der Bundesregierung für eine Aufrüstung der Software.

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